6. Schnittstellenkonferenz
 

Thema:   Alkoholprävention in Sport und Jugendarbeit

      30. Oktober 2007
   Frankfurt / Main
 
  


Jährlich sterben laut Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung etwa 40 000 Menschen an den Folgen schädlichen Alkoholkonsums. Zwar geht die Anzahl der Mädchen und Jungen, die regelmäßig trinken, zurück. Aber einen Grund zur Entwarnung gibt es nicht, hat doch, so die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen, die Alkoholmenge bei den Jugendlichen, die regelmäßig Alkohol konsumieren, zugenommen. Häufig entscheidet sich in der Pubertät, ob sich Trinkgewohnheiten verfestigen. Seit einigen Jahren spielen alkoholische Mixgetränke, sogenannte Alcopops, eine wesentliche Rolle im Konsumverhalten von Jugendlichen. "Alcopops" gelten in der Jugendszene als trendy, chic und cool. "Flatrate-Partys" finden in Bars, Diskos und Kneipen statt und gerieten in den vergangenen Monaten verstärkt ins Bewusstsein der Öffentlichkeit. Die 6. Schnittstellenkonferenz beschäftigt sich mit der Rolle von Sport und Jugendhilfe in der Alkoholprävention: Inwiefern kann im Sportverein suchtpräventiv gearbeitet werden? Fördern Sportvereine durch ihre sozialen Praxen und Gemeinschaftsrituale riskantes Konsumverhalten? Wie können Trainer/innen und Übungsleiter/innen für die Problematik sensibilisiert werden? Welche innovativen Konzepte und Modelle in Sport und Jugendhilfe gibt es in der Prävention von jugendlichem Alkoholmissbrauch? Wie wird in Jugendeinrichtungen und Straßensozialarbeit mit riskant trinkenden Jugendcliquen umgegangen? Übergreifend steht die Frage im Mittelpunkt, wie Jugendlichen ein verantwortungsbewusster Umgang mit Alkohol vermittelt werden kann und welche Rolle dabei Sportvereine, Verbände und Jugendarbeit spielen können und sollten.

Flyer (PDF-Dokument zum Download)

 
Ablauf
Dienstag, 30. 10. 2007

11:00 Uhr   Begrüßung und Eröffnung
11:15 Uhr   Vorträge
Suchtvorbeugung im Sportverein: Vorstellung einer empirischen Studie
Dr. Beate Locher, Berlin

Risikomanagement und Jugendhilfe. Strategien im Umgang mit jugendlichem Alkoholmissbrauch
N.N.

Anschließend Diskussion

12:45 Uhr   Mittagspause

13:30 Uhr   Projektvorstellungen und Arbeit in Workshops
AG 1: Fußball im Rausch? Alkoholprävention bei Fußballfans
In der Arbeitsgruppe werden unterschiedliche Präventionsstrategien in der Arbeit mit Fußballfans präsentiert. Suchtmobil e.V., von einem ehemaligen Drogenabhängigen gegründet, bietet eine mobile Suchtberatung an Spieltagen für Gefährdete, Abhängige und ihre Freunde und Angehörigen. Das Fanprojekt Hannover stellt Interventionsstrategien in der Arbeit mit riskant trinkenden Cliquen im Fußballkontext vor.
Wolfgang Kiehl, Suchtmobil e.V. Hannover
Fanprojekt Hannover

AG 2: Kurzschulungen für Multiplikator/innen in Sportvereinen
"Kinder stark machen" ist eine Kampagne zur Suchtvorbeugung. Grundgedanke und Ziel dieses Konzeptes ist es, das Selbstvertrauen von Kindern und Jugendlichen zu stärken, ihre Konfliktfähigkeit zu fördern, sie in der realistischen Einschätzung ihrer eigenen Stärken und Schwächen zu unterstützen, damit sie nicht auf Suchtmittel ausweichen müssen, wenn Schwierigkeiten und Probleme auftreten. Das gelingt u.a. mit der Unterstützung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Sportvereinen. Hierzu hat die BZgA in Kooperation mit den Breitensportverbänden unterschiedliche Angebote und Projekte entwickelt und umgesetzt. Aktuell wurde mit dem DOSB im Kontext der Deutschen Suchtwoche eine Mitmachaktion - Alkoholfreies Wochenende im Verein - durchgeführt. Ergänzend hierzu hat die BZgA Referentenleitfäden zum Thema Suchtprävention in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen entwickelt, die mittelfristig in die Sportverbände implementiert werden sollen.
Dr. Harald Schmid, Kampagne "Kinder stark machen",
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

AG 3: Krisenintervention und Prävention als vernetztes Handeln
Das Bundesmodellprojekt "Hart am Limit (HALT) "verbindet individuelle Krisenintervention und kommunale Prävention. Das Projekt begleitet und berät Jugendliche in Form von Einzelgesprächen, die bereits in der Klinik beginnen, und Gruppenangeboten. Das Projekt setzt in Zusammenarbeit mit vielen lokalen Netzwerkpartner/innen, darunter insbesondere auch Einrichtungen der Jugendhilfe und Sportvereine, auf eine kommunal verankerte Präventionsstrategie.
Iris Wurmbauer, Villa Schöpflin - Zentrum für Suchtprävention, Badischer Landesverband für Rehabilitation und Prävention e.V.

15:30 Uhr   Abschlussrunde:
Präsentation einer Kampagne der Hamburgischen Landesstelle für Suchtfragen
Büro für Suchtprävention mit Rassismus und Rechtsextremismus


Veranstalter:
Deutsche Sportjugend im DOSB[ DSJ ]
Koordinationsstelle Fan-Projekte bei der dsj [ KOS ]
Camino [ Camino ]

Termin:    30. Oktober 2007

Ort:    Landessportbund Hessen e.V.
Otto-Fleck-Schneise 4
60528 Main Frankfurt am Main

Zielgruppe:
Die Schnittstellenkonferenz richtet sich an Multiplikator/innen und Praktiker/innen aus Sport und Jugendhilfe, darüber hinaus auch an Interessierte aus anderen Bereichen.

Ansprechpartnerin:
Victoria Schwenzer
Camino gGmbH
Scharnhorststr. 5, 10115 Berlin
Telefon: 030 / 786 29 84, Fax: 030 / 785 00 91
mail@camino-werkstatt.de